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Zusatzangebot für Deutsch als Fremdsprache bzw. Zweitsprache

Erfolgreiches Programm

Werkstatt Plus sollte Studierende auf die sprachliche Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung vorbereiten und sie während ihrer Arbeit begleiten. Im Wintersemester 2016/17 wurden insgesamt zehn Blockveranstaltungen für Studierende ohne bisherige Erfahrung in der Vermittlung des Deutschen als Fremd- bzw. Zweitsprache angeboten. Sie umfassten unterschiedliche Aspekte der Sprachvermittlung, die unten aufgelistet sind.

Sehr gut wurden die Freitagsangebote von Lehramtsstudierenden und zahlreichen Ehrenamtlichen besucht. Damit konnte eine spannende Vernetzung entstehen. Mehrere Interessierte erfuhren dabei aus erster Hand von den über die Stadt und Region Hannover verteilten Angeboten und konnten ihren ehrenamtlichen Einsatz bedarfsorientiert einbringen.Die angeeigneten Kenntnisse konnten die Studierenden demzufolge bereits bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten anwenden. 

Folgende Themen wurden in den zweiwöchentlich stattfindenden Terminen angeboten:

Module im Wintersemester 2016/17

07.10.2016 Materialienbörse für offene und geschlossene Kursformate

Materialienbörse für offene und geschlossene Kursformate - oder Umgang mit der Fluktuation

Radka Lemmen (Abteilungsleiterin Deutsch & Integration VHS Meppen; Autorin, Dozentin, Fortbildnerin und Fachberaterin für allgemeine und berufsbezogene Deutschkurse)

In der Sprachvermittlung mit Geflüchteten erlebt man häufig einen steten Wechsel von Personen. Was sind die Gründe dafür? Wie geht man mit diesem Phänomen um? Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Struktur des Unterrichts: welche Kursformate sind geeignet und welche eher nicht? Ein übergeordnetes Thema sind die Materialien: Lehrwerke, online-Materialien, Selbstentwickeltes.

21.10.2016 Jugendsprachkurse und Einzelcoaching. Prüfungsvorbereitung DTZ

Jugendsprachkurse und Einzelcoaching. Prüfungsvorbereitung DTZ

Oksana Kulikova (Lizenzierte Prüferin für telc B1/B2 und DTZ, qualifizierte Dozentin für Integrationskurse)

Im ersten Teilblock dieses Moduls wurde das Prüfungsformat Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) vorgestellt und anhand zwei vom Bundesamt zugelassener Lehrwerke „Plus Punkt Deutsch“ und „Schritte Plus“ wurde die Prüfungsvorbereitung thematisiert: Folgenden Fragen wurde nachgegangen: Bieten die Lehrwerke eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung oder werden zusätzliche Materialien benötigt? 

Im zweiten Block standen Jugendsprachkurse im Fokus und zwar Lehrwerke, Schwerpunkte und der DTZ für Jugendintegrationskurse. Zum Schluss beschäftigten wir uns damit, wie das Deutschlernen nach dem Integrationskurs stattfindet und welche Angebote der privaten Bildungsträger bestehen.

04.11.2016 Wortschatzvermittlung und Lehrwerke

Wortschatzvermittlung und Lehrwerke

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit der Wortschatzvermittlung, ihrer Progression und verschiedenen Möglichkeiten der Semantisierung. Anschließend wurden diverse Übungsformate und Spiele zur Verankerung des Wortschatzes vorgestellt. Im zweiten Block wurden gängige Lehrwerke für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache präsentiert. Es wurden Zielgruppen, Lernziele sowie der Aufbau thematisiert und sachliche sowie sprachliche Inhalte und didaktisch-methodische Konzeption analysiert.

18.11.2016 Heterogenität und Möglichkeiten der Binnendifferenzierung

Heterogenität und Möglichkeiten der Binnendifferenzierung 

Radka Lemmen (Dozentin, Fortbildnerin und Fachberaterin für allgemeine und berufsbezogene Deutsch- sowie Asylbewerbendekurse)

Unterrichten in heterogenen Gruppen - Herausforderung oder Vergnügen?

"Hilfe, meine Gruppe ist so heterogen!" ist ein oft gehörter Ausspruch von Kursleitenden. Aber ist das nicht normal in multinationalen Gruppen mit Menschen, die keine Klone, sondern Individuen mit eigener Lernbiographie sind? Dennoch löst der schlichte Hinweis auf die natürlich gegebene Unterschiedlichkeit der Lernenden nicht die Herausforderungen, die sich im Unterricht ergeben. In dieser Veranstaltung wurden anhand von Beispielen Möglichkeiten vorgestellt und zusammen erarbeitet, wie ein erfolgreicher, effizienter und teilnehmendenorientierter Unterricht in heterogenen Lerngruppen durchzuführen wäre.

02.12.2016 Alphabetisierung

Alphabetisierung

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit dem in der aktuellen Flüchtlingssituation besonders relevanten Thema der Alphabetisierung. Einführend befassten wir uns mit der Frage, wie man Alphabetisierungsbedarf erkennt und stellten das Einstufungsverfahren vor. Ferner wurden unterschiedliche Typen des Analphabetismus und der Aufbau von Alphabetisierungskursen thematisiert. Anschließend wurde auf die Spezifik des Alphabetisierungsunterrichts eingegangen und es wurden einige Lehrwerke vorgestellt.

16.12.2016 Grammatikvermittlung und Progression

Grammatikvermittlung und Progression

Maka Machitidze (Lizenzierte Prüferin für telc, qualifizierte Dozentin für Integrationskurse)

In diesem Modul, bestehend aus zwei Teilblöcken, wurden aufeinander aufbauend einzelne grammatische Strukturen thematisiert und praktische Tipps für die Vermittlung bestimmter grammatischer Regeln gegeben. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Darstellung der grammatischen Strukturen und die Grammatikprogression in einzelnen Lehrwerken gelegt.

20.01.2017 Sprachprüfungen Deutsch als Fremdsprache

Sprachprüfungen Deutsch als Fremdsprache

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit den Formaten der wichtigsten Prüfungen für Deutsch als Fremdsprache. Zunächst wurde der Deutsch-Test für Zuwanderer als eine der Voraussetzungen für die Beantragung der deutschen Staatsangehörigkeit vorgestellt. Darauffolgend wurden verschiedene Prüfungsformate auf B2 Niveau präsentiert und zum Schluss thematisierten wir die Sprachprüfungen für den Hochschulzugang.

01.02.2017 Schreiben in der Fremdsprache bzw. Zweitsprache

Schreiben in der Fremdsprache bzw. Zweitsprache

Ketevan Zhorzholiani (LeibnizWerkstatt und ISK, Hannover)
Beitrag in der Vortragsreihe »mittwochs um vier«

Die Fähigkeit zur selbstständigen Textproduktion stellt für Zweit- und Fremdsprachenlernende eine besonders große Hürde dar, da es neben dem sicheren Umgang mit sprachlichen und grammatischen Mitteln ein hohes Maß an Planung, Elaboriertheit, Kompaktheit und Explizitheit erfordert. Der Schreibprozess umfasst Phasen des Planens, Formulierens und Überprüfens und setzt darüber hinaus Ausdrucks-, Kontextualisierungs-, Antizipations-und Textgestaltungskompetenzen voraus. Die Entwicklung der Schreibkompetenz verläuft dabei vom inhaltsbezogenen, über leserorientierten bis hin zum epistemischen Schreiben. Zu berücksichtigen ist hierbei die Spezifik einzelner Operatoren und Unterschiede zwischen schriftlichem Erzählen, Beschreiben, Argumentieren usw. Für Zweit- und Fremdsprachenlernende ist das selbstständige Produzieren ganzer Texte daher mit doppelter Belastung verbunden, da zu den oben genannten Phasen des Schreibprozesses das Übersetzen hinzukommt. Ein sensibler Umgang mit formalen Fehlern sowie erstsprachenbasierten Textmustern seitens der Lehrkräfte ist für die Ausbildung und Entwicklung der Schreibkompetenz genauso maßgeblich wie methodisch-didaktische Kenntnisse.

Achtung: Vortrag am Mittwoch statt am ersten Freitag des Monats!

17.02.2017 Fertigkeitentraining

Fertigkeitentraining

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit den für alle Prüfungsformate relevanten Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen. Dabei gingen wir auf die Besonderheiten einerseits der produktiven vs. rezeptiven Fertigkeiten und andererseits der Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit ein. Wir behandelten die Möglichkeiten des Trainings dieser Fertigkeiten und deren Darbietung in Lehrwerken.

03.03.2017 Spiele im DaF/DaZ-Unterricht. Beratung und Austausch

Spiele im DaF/DaZ-Unterricht. Beratung und Austausch

In diesem Modul wurden verschiedene Spiele für die Einübung einiger grammatischer Strukturen und des Wortschatzes sowie für das Training der einzelnen Fertigkeiten vorgestellt. Es wurde auch die Möglichkeit gegeben, diese auszuprobieren. Der zweite Teil der Veranstaltung war der Beratung und dem Austausch gewidmet, so dass die Teilnehmenden die Gelegenheit bekamen, Fragen zu unterschiedlichen Aspekten der Sprachvermittlung zu stellen und sich auszutauschen.

17.03.2017 Verweis: Herrenhäuser Symposium »Umbruch durch Migration?«

Die aktuellen Migrationsbewegungen stellen die deutsche Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen. Die Wissenschaft auch? Ob hier ein Neustart nötig ist, diskutieren Experten vom 16.-17. März 2017 in Hannover.

Die Migrationsbewegungen zwingen nicht nur das politische System in Deutschland, sondern auch die Wissenschaft dazu, neue Denkräume zu erschließen. Wie kann ein neues Miteinander gestaltet werden? 

Seit Herbst 2015 sind die verstärkten Flüchtlingsbewegungen nach Europa Thema in der Gesellschaft, in Wissenschaft und Politik. Auch wenn die Zahl der neu ankommenden Asylsuchenden inzwischen gesunken ist, so hat diese jüngste Migration im politischen Gefüge der Europäischen Union, im deutschen Parteiensystem und in der deutschen Gesellschaft zu tiefgreifenden Verwerfungen geführt. Breiter Hilfsbereitschaft stehen Frustration, Wut und offener Hass gegenüber. Mahnungen zur Besonnenheit stoßen auf Aufforderungen zur Konfrontation. In der Bevölkerung breitet sich zunehmende Ratlosigkeit aus, wie sich der Ausbreitung eines radikalen Islamismus einerseits und einer neuen Welle von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit wirkungsvoll begegnen lässt.

Diese Frage stellte sich auch schon in den frühen 1990er Jahren, als Fremdenfeindlichkeit in offene Gewalt umschlug, die in den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 ihren traurigen Höhepunkt fand. Die VolkswagenStiftung reagierte darauf seinerzeit mit den Förderinitiativen "Das Fremde und das Eigene - Probleme und Möglichkeiten interkulturellen Verstehens" und "Konstruktionen des Fremden und des Eigenen: Prozesse interkultureller Abgrenzung, Vermittlung und Identitätsbildung".

Neu ist heute, dass die verstärkte Zuwanderung nach Deutschland und Europa in kürzester Zeit Menschen aus vielen Weltregionen, unterschiedlichen Kulturen, Ethnien und Religionen in Aufnahmeländern mit teils ganz anderen Traditionen, Verfassungen und Rechtssystemen zusammenführt. Das zwingt nicht nur das politische System in Deutschland, sondern auch die Wissenschaft dazu, neue Denkräume zu erschließen. Das Herrenhäuser Symposium will dazu einen Beitrag leisten. Wie kann ein neues Miteinander gestaltet werden?

Die Veranstaltung wendet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gesellschafts- und Kulturwissenschaften ebenso wie an Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Initiativen und der Politik.

Herrenhäuser Symposium
Umbruch durch Migration? Ein Neustart für die Selbstreflexion in Wissenschaft und Demokratie
16.-17. März 2017
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Sektion I: Flucht - Asyl - Zuwanderung: Eine historische Herausforderung für Deutschland?

Sektion II: Selbstreflexionsraum Wissenschaft

Sektion III: Narrative des Fremden und Eigenen: "Imagined Communities"

Sektion IV: Transfer in die Gesellschaft: Modelle guter Praxis aus Schule und Hochschule

Sektion V: Eine historisch neue Situation: Perspektiven für Forschung und Lehre

Link: https://www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/veranstdet/news/detail/artikel/deutschland-umbruch-durch-migration/marginal/5148.html

07.10.2016 Materialienbörse für offene und geschlossene Kursformate

Materialienbörse für offene und geschlossene Kursformate - oder Umgang mit der Fluktuation

Radka Lemmen (Abteilungsleiterin Deutsch & Integration VHS Meppen; Autorin, Dozentin, Fortbildnerin und Fachberaterin für allgemeine und berufsbezogene Deutschkurse)

In der Sprachvermittlung mit Geflüchteten erlebt man häufig einen steten Wechsel von Personen. Was sind die Gründe dafür? Wie geht man mit diesem Phänomen um? Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Struktur des Unterrichts: welche Kursformate sind geeignet und welche eher nicht? Ein übergeordnetes Thema sind die Materialien: Lehrwerke, online-Materialien, Selbstentwickeltes.

21.10.2016 Jugendsprachkurse und Einzelcoaching. Prüfungsvorbereitung DTZ

Jugendsprachkurse und Einzelcoaching. Prüfungsvorbereitung DTZ

Oksana Kulikova (Lizenzierte Prüferin für telc B1/B2 und DTZ, qualifizierte Dozentin für Integrationskurse)

Im ersten Teilblock dieses Moduls wurde das Prüfungsformat Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) vorgestellt und anhand zwei vom Bundesamt zugelassener Lehrwerke „Plus Punkt Deutsch“ und „Schritte Plus“ wurde die Prüfungsvorbereitung thematisiert: Folgenden Fragen wurde nachgegangen: Bieten die Lehrwerke eine optimale Vorbereitung auf die Prüfung oder werden zusätzliche Materialien benötigt? 

Im zweiten Block standen Jugendsprachkurse im Fokus und zwar Lehrwerke, Schwerpunkte und der DTZ für Jugendintegrationskurse. Zum Schluss beschäftigten wir uns damit, wie das Deutschlernen nach dem Integrationskurs stattfindet und welche Angebote der privaten Bildungsträger bestehen.

04.11.2016 Wortschatzvermittlung und Lehrwerke

Wortschatzvermittlung und Lehrwerke

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit der Wortschatzvermittlung, ihrer Progression und verschiedenen Möglichkeiten der Semantisierung. Anschließend wurden diverse Übungsformate und Spiele zur Verankerung des Wortschatzes vorgestellt. Im zweiten Block wurden gängige Lehrwerke für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache präsentiert. Es wurden Zielgruppen, Lernziele sowie der Aufbau thematisiert und sachliche sowie sprachliche Inhalte und didaktisch-methodische Konzeption analysiert.

18.11.2016 Heterogenität und Möglichkeiten der Binnendifferenzierung

Heterogenität und Möglichkeiten der Binnendifferenzierung 

Radka Lemmen (Dozentin, Fortbildnerin und Fachberaterin für allgemeine und berufsbezogene Deutsch- sowie Asylbewerbendekurse)

Unterrichten in heterogenen Gruppen - Herausforderung oder Vergnügen?

"Hilfe, meine Gruppe ist so heterogen!" ist ein oft gehörter Ausspruch von Kursleitenden. Aber ist das nicht normal in multinationalen Gruppen mit Menschen, die keine Klone, sondern Individuen mit eigener Lernbiographie sind? Dennoch löst der schlichte Hinweis auf die natürlich gegebene Unterschiedlichkeit der Lernenden nicht die Herausforderungen, die sich im Unterricht ergeben. In dieser Veranstaltung wurden anhand von Beispielen Möglichkeiten vorgestellt und zusammen erarbeitet, wie ein erfolgreicher, effizienter und teilnehmendenorientierter Unterricht in heterogenen Lerngruppen durchzuführen wäre.

02.12.2016 Alphabetisierung

Alphabetisierung

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit dem in der aktuellen Flüchtlingssituation besonders relevanten Thema der Alphabetisierung. Einführend befassten wir uns mit der Frage, wie man Alphabetisierungsbedarf erkennt und stellten das Einstufungsverfahren vor. Ferner wurden unterschiedliche Typen des Analphabetismus und der Aufbau von Alphabetisierungskursen thematisiert. Anschließend wurde auf die Spezifik des Alphabetisierungsunterrichts eingegangen und es wurden einige Lehrwerke vorgestellt.

16.12.2016 Grammatikvermittlung und Progression

Grammatikvermittlung und Progression

Maka Machitidze (Lizenzierte Prüferin für telc, qualifizierte Dozentin für Integrationskurse)

In diesem Modul, bestehend aus zwei Teilblöcken, wurden aufeinander aufbauend einzelne grammatische Strukturen thematisiert und praktische Tipps für die Vermittlung bestimmter grammatischer Regeln gegeben. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Darstellung der grammatischen Strukturen und die Grammatikprogression in einzelnen Lehrwerken gelegt.

20.01.2017 Sprachprüfungen Deutsch als Fremdsprache

Sprachprüfungen Deutsch als Fremdsprache

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit den Formaten der wichtigsten Prüfungen für Deutsch als Fremdsprache. Zunächst wurde der Deutsch-Test für Zuwanderer als eine der Voraussetzungen für die Beantragung der deutschen Staatsangehörigkeit vorgestellt. Darauffolgend wurden verschiedene Prüfungsformate auf B2 Niveau präsentiert und zum Schluss thematisierten wir die Sprachprüfungen für den Hochschulzugang.

01.02.2017 Schreiben in der Fremdsprache bzw. Zweitsprache

Schreiben in der Fremdsprache bzw. Zweitsprache

Ketevan Zhorzholiani (LeibnizWerkstatt und ISK, Hannover)
Beitrag in der Vortragsreihe »mittwochs um vier«

Die Fähigkeit zur selbstständigen Textproduktion stellt für Zweit- und Fremdsprachenlernende eine besonders große Hürde dar, da es neben dem sicheren Umgang mit sprachlichen und grammatischen Mitteln ein hohes Maß an Planung, Elaboriertheit, Kompaktheit und Explizitheit erfordert. Der Schreibprozess umfasst Phasen des Planens, Formulierens und Überprüfens und setzt darüber hinaus Ausdrucks-, Kontextualisierungs-, Antizipations-und Textgestaltungskompetenzen voraus. Die Entwicklung der Schreibkompetenz verläuft dabei vom inhaltsbezogenen, über leserorientierten bis hin zum epistemischen Schreiben. Zu berücksichtigen ist hierbei die Spezifik einzelner Operatoren und Unterschiede zwischen schriftlichem Erzählen, Beschreiben, Argumentieren usw. Für Zweit- und Fremdsprachenlernende ist das selbstständige Produzieren ganzer Texte daher mit doppelter Belastung verbunden, da zu den oben genannten Phasen des Schreibprozesses das Übersetzen hinzukommt. Ein sensibler Umgang mit formalen Fehlern sowie erstsprachenbasierten Textmustern seitens der Lehrkräfte ist für die Ausbildung und Entwicklung der Schreibkompetenz genauso maßgeblich wie methodisch-didaktische Kenntnisse.

Achtung: Vortrag am Mittwoch statt am ersten Freitag des Monats!

17.02.2017 Fertigkeitentraining

Fertigkeitentraining

In diesem Modul beschäftigten wir uns mit den für alle Prüfungsformate relevanten Fertigkeiten: Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen. Dabei gingen wir auf die Besonderheiten einerseits der produktiven vs. rezeptiven Fertigkeiten und andererseits der Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit ein. Wir behandelten die Möglichkeiten des Trainings dieser Fertigkeiten und deren Darbietung in Lehrwerken.

03.03.2017 Spiele im DaF/DaZ-Unterricht. Beratung und Austausch

Spiele im DaF/DaZ-Unterricht. Beratung und Austausch

In diesem Modul wurden verschiedene Spiele für die Einübung einiger grammatischer Strukturen und des Wortschatzes sowie für das Training der einzelnen Fertigkeiten vorgestellt. Es wurde auch die Möglichkeit gegeben, diese auszuprobieren. Der zweite Teil der Veranstaltung war der Beratung und dem Austausch gewidmet, so dass die Teilnehmenden die Gelegenheit bekamen, Fragen zu unterschiedlichen Aspekten der Sprachvermittlung zu stellen und sich auszutauschen.

17.03.2017 Verweis: Herrenhäuser Symposium »Umbruch durch Migration?«

Die aktuellen Migrationsbewegungen stellen die deutsche Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen. Die Wissenschaft auch? Ob hier ein Neustart nötig ist, diskutieren Experten vom 16.-17. März 2017 in Hannover.

Die Migrationsbewegungen zwingen nicht nur das politische System in Deutschland, sondern auch die Wissenschaft dazu, neue Denkräume zu erschließen. Wie kann ein neues Miteinander gestaltet werden? 

Seit Herbst 2015 sind die verstärkten Flüchtlingsbewegungen nach Europa Thema in der Gesellschaft, in Wissenschaft und Politik. Auch wenn die Zahl der neu ankommenden Asylsuchenden inzwischen gesunken ist, so hat diese jüngste Migration im politischen Gefüge der Europäischen Union, im deutschen Parteiensystem und in der deutschen Gesellschaft zu tiefgreifenden Verwerfungen geführt. Breiter Hilfsbereitschaft stehen Frustration, Wut und offener Hass gegenüber. Mahnungen zur Besonnenheit stoßen auf Aufforderungen zur Konfrontation. In der Bevölkerung breitet sich zunehmende Ratlosigkeit aus, wie sich der Ausbreitung eines radikalen Islamismus einerseits und einer neuen Welle von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit wirkungsvoll begegnen lässt.

Diese Frage stellte sich auch schon in den frühen 1990er Jahren, als Fremdenfeindlichkeit in offene Gewalt umschlug, die in den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992 ihren traurigen Höhepunkt fand. Die VolkswagenStiftung reagierte darauf seinerzeit mit den Förderinitiativen "Das Fremde und das Eigene - Probleme und Möglichkeiten interkulturellen Verstehens" und "Konstruktionen des Fremden und des Eigenen: Prozesse interkultureller Abgrenzung, Vermittlung und Identitätsbildung".

Neu ist heute, dass die verstärkte Zuwanderung nach Deutschland und Europa in kürzester Zeit Menschen aus vielen Weltregionen, unterschiedlichen Kulturen, Ethnien und Religionen in Aufnahmeländern mit teils ganz anderen Traditionen, Verfassungen und Rechtssystemen zusammenführt. Das zwingt nicht nur das politische System in Deutschland, sondern auch die Wissenschaft dazu, neue Denkräume zu erschließen. Das Herrenhäuser Symposium will dazu einen Beitrag leisten. Wie kann ein neues Miteinander gestaltet werden?

Die Veranstaltung wendet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gesellschafts- und Kulturwissenschaften ebenso wie an Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Initiativen und der Politik.

Herrenhäuser Symposium
Umbruch durch Migration? Ein Neustart für die Selbstreflexion in Wissenschaft und Demokratie
16.-17. März 2017
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

Programm

Sektion I: Flucht - Asyl - Zuwanderung: Eine historische Herausforderung für Deutschland?

Sektion II: Selbstreflexionsraum Wissenschaft

Sektion III: Narrative des Fremden und Eigenen: "Imagined Communities"

Sektion IV: Transfer in die Gesellschaft: Modelle guter Praxis aus Schule und Hochschule

Sektion V: Eine historisch neue Situation: Perspektiven für Forschung und Lehre

Link: https://www.volkswagenstiftung.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/veranstdet/news/detail/artikel/deutschland-umbruch-durch-migration/marginal/5148.html