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Vortragsreihe - Donnerstag, 18.05.2017, 16:00, Raum 109 (Conti-Hochhaus)

Religiöse Diversität als Gegenstand schulischen Unterrichts
Prof. Dr. Wanda Alberts (Institut für Theologie und Religionswissenschaft)

In diesem Vortrag wird in europäischer Perspektive der Frage nachgegangen, in welchen Kontexten und unter welchen Rahmenbedingungen Schüler in unterschiedlichen europäischen Ländern über religiöse Diversität lernen. Hierbei werden die unterschiedlichen Vorannahmen der Modelle analysiert, d.h. welche Art von Lernen über Religionen und Religion in der Schule in welchen Kontexten als möglich und wünschenswert betrachtet wird. Als Ort gemeinsamen Lernens über unterschiedliche Religionen kommen besonders Modelle des integrativen (d.h. gemeinsamen, von religiöser oder nicht-religiöser Zugehörigkeit unabhängigen) Religionsunterrichts in den Blick, wie er beispielsweise in Skandinavien verpflichtend ist. Möglichkeiten und Grenzen eines solchen Unterrichts werden bezüglich seines Verhältnisses zum Recht auf Religionsfreiheit anhand von Beispielen aufgezeigt. Abschließend wird erläutert, zu welchen Arten schulischen Lernens über Religion/en die säkulare Religionswissenschaft als Bezugsdisziplin in Betracht kommt.

Zur Person

Prof. Dr. Wanda Alberts ist Professorin für Religionswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover und hat Verantwortung für die religionswissenschaftliche Lehrerausbildung für das Fach "Werte und Normen". Gemeinsam mit Tim Jensen leitet sie die Working Group on Religion in Public Education der European Association for the Study of Religions (EASR). Sie hat zu Modellen schulischen Lernens über religiöse Diversität in unterschiedlichen Ländern geforscht und an der Universität Bergen in Norwegen ein religionswissenschaftliches Lehrerausbildungsprogramm aufgebaut.

Achtung: Der Vortrag findet am Donnerstag im Raum 109 statt!