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»mittwochs um vier«

Thema des Vortrags am 05.06.2019 werden die Zusammenhänge zwischen Migration und Raumpraktiken sein, denen sich Prof. Dr. Meher Bhoot von der Universität Mumbai unter dem Titel »Heimat im Raum des Anderen oder in ›anderen Räumen‹?« annähern wird.

Die Präferenz der Postmoderne für Raum und Bewegung schlägt sich dank des Spatial Turns auch in der Literatur und Medien nieder. Sowohl das Phänomen der ›Gastarbeit‹ aus den 60er Jahren als auch die neue Bewegung der Flüchtlinge bringen unerwartete Auswirkungen in Relation zu Raum und Bewegung mit sich. Die neue Heimat im ›Raum des Anderen‹ endet meistens in den anderen Räumen. Andere Räume oder Begriffe wie »Transiträume«, »Nicht-Orte« (de Certeau), »Heterotopien« (Foucault), »imagined geographies« (Edward Said), »Thirdspace« (Edward Soja, Homi K. Bhabha) werden zu Momenten von Übergang und Bruch. Da diese Räume sowohl als Orte der Begegnungen mit dem Anderen als auch mit dem Selbst dienen, stellen sie die eigene Identität und Existenz in Frage. Hier ist der Versuch, mit besonderem Blick auf Foucaults Heterotopie, die verschiedenen Raumbegriffe nebeneinanderzustellen, um sich im Kontext der Grenzsituationen wie Migration und Flucht mit der Kategorie von individueller Identität auseinanderzusetzen. Als Beispiel dient der Film Auf der anderen Seite von Fatih Akin.

Zur Person

Meher Bhoot hat an der Universität Mumbai, Indien, Germanistik studiert und promoviert. Seit 2013 ist sie Associate Professor am Department of German der Universität Mumbai. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Deutsche Literatur der Minoritäten, Postcolonial Studies und Culture Studies. Im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft war sie 2017 Gastprofessorin an der Georg-August Universität Göttingen und derzeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Wie immer sind alle Interessierten herzlich eingeladen, dem Vortrag beizuwohnen. Wir treffen uns wie üblich im Raum 103 im Conti-Hochhaus (Gebäude 1502), Königsworther Platz 1.