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»mittwochs um vier«

Die Vortragsreihe »mittwochs um vier« wird auch im Sommersemester 2017 fortgesetzt. Am 12.04.2017 starten wir mit einem Vortrag von Prof. Dr. phil. Marijana Kresić von der Universität Zadar (Kroatien) zum Thema Migration und Sprachkontakt ins neue Semester. Im letzten Vortrag des Wintersemesters informierte uns die erfahrene DaF-/DaZ-Dozentin Ketevan Zhorzholiani in einem Beitrag aus der Werkstatt über das Schreiben in der Fremdsprache bzw. Zweitsprache.

»Was in der Erstsprache nicht ausgebildet ist, ist schwierig in der Zweitsprache auszubilden.«

Am 01.02. gab uns Ketevan Zhorzholiani, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt LeibnizWerkstatt, einen detaillierten Einblick in Theorie und Praxis einer besonderen Herausforderung beim Erlernen einer Zweit- oder Fremdsprache: Das selbstständige Verfassen zusammenhängender Texte.

  • Zunächst wurde der theoretische Rahmen eröffnet: Frau Zhorzholiani erläuterte die jeweiligen Charakteristika von Erstsprache, Zweitsprache und Fremdsprache, die vier Grundfertigkeiten von Sprache (das Hören, das Sprechen, das Lesen und das Schreiben), sowie die medialen und konzeptionellen Unterschiede von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.
  • Anschließend wurde ein Modell des Schreibprozesses in der Erstsprache vorgestellt und dieses auf die Zweitsprache übertragen. Der Schreibprozess gliedert sich generell in die Phasen der Planung, Formulierung und Überarbeitung. In der Fremd- oder Zweitsprache kommt hier als besondere Herausforderung hinzu, dass die in der Erstsprache gemachten Überlegungen adäquat in die Zielsprache überführt werden müssen.
  • Weiterhin wurde besprochen, in welchen Teilschritten sich die Schreibkompetenz aufbaut. In einem mehrgliedrigen Entwicklungsprozess entwickelt sich die Sprache weg von einer Ich-Zentrierung über Orientierung an Thema und Text bis hin zu adressatenorientiertem Schreiben.
  • Abschließend wurde ein authentisches Beispiel aus einer TestDaF-Prüfungssimulation untersucht und besprochen, was den Zuhörenden die große Herausforderung des Schreibens noch einmal deutlich vor Augen führte.

Der Vortrag mündete in eine angeregte Diskussion, u.a. über den untersuchten Text, Alphabetisierung und Schreibunterricht im Allgemeinen und die Frage, was eigentlich in den verschiedenen Ländern als »guter Text« gilt. Zudem hatte Frau Zhorzholiani wie immer viele praktische Tipps für die Teilnehmenden auf Lager.

Auch im Sommersemester bedürfen die Vorträge keiner Anmeldung und alle sind herzlich eingeladen!

Wir erwarten diesmal Beitragende aus folgenden Einrichtungen:

  • Universität Zadar, Kroatien
  • Centre for Atlantic and Global Studies
  • Universität Bologna, Italien
  • Antidiskriminierungsstelle der Stadt Hannover
  • AG Politische Psychologie
  • Institut für Theologie und Religionswissenschaft
  • LeibnizWerkstatt
  • Institut für Soziologie
  • Fachsprachenzentrum
  • Arbeitsstelle DiversitAS
  • Institut für Pädagogische Psychologie
  • Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende
  • Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung
  • Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg