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Kapitel V Reflexionen zu Positionierung zwischen Inklusion und Ausgrenzung: Politische Bildung und Ästhetik

19 Das Privileg als Leitkategorie in der machtkritischen Bildungsarbeit – Am Beispiel der Übung „Ein Schritt nach vorn“

Abstract: Im Fokus des Artikels steht die Übung Ein Schritt nach vorn, die im Bereich der machtkritischen Bildungsarbeit starke Anwendung findet. Grundprinzip ist hier die Reflexion von subjektiven Möglichkeitsräumen, d. h. die durch soziale Positionierungen beeinflussten Handlungsspielräume, die zu Privilegierung und De-Privilegierung führen können. Gerade aufgrund der grundsätzlichen Offenheit wird diese Übung als Interpretationsfolie verwendet, um an ihr die grundlegenden Prinzipien antirassistischer Bildungsarbeit und mögliche ‚Stolpersteine‘ exemplarisch darlegen zu können. Hiermit soll herausgestellt werden, dass im Rahmen der machtkritischen Bildungsarbeit nicht (nur) die Vermittlung von eindeutigem Fachwissen verfolgt werden sollte, sondern dass die Reflexion der benannten Handlungsspielräume an sich – und in Bezug auf die eigene Persönlichkeit – im Fokus steht.

20 Inclusive Citizenship als Ausgangspunkt für emanzipative und inklusive politische Bildung in der Migrationsgesellschaft

Abstract: Aktuelle gesellschaftliche Veränderungen stellen die politische Bildung vor große Herausforderungen. Neben der Frage des Umgangs mit dem Thema Flucht und Migration gibt es auch Veränderungen in anderen Bereichen, wie etwa der Frage der gesellschaftlichen Teilhabe von behinderten Menschen oder des Umgangs mit sozialer Ungleichheit. Der Ansatz „Inclusive Citizenship Education“ stellt einen Versuch dar, eine Perspektive für Forschung und Praxis der politischen Bildung zu entwickeln, in der diesen Herausforderungen begegnet werden kann.

21 Ästhetik des Zugangs: Kommunikation und Sprache im Theater für Gehörlose und Hörende

Abstract: Im Theater, das sich gleichermaßen an Gehörlose und Hörende richtet, spielen Sprache und Kommunikation immer eine zentrale Rolle. Anders als in Alltagssituationen kann der prekären Kommunikationssituation nicht einfach durch eine Verdolmetschung begegnet werden. Diese würde sowohl den ästhetischen als auch den sozialen Bedingungen und Ansprüchen von Theateraufführungen nicht gerecht. So kann Sprache im Theater nicht auf ihren semantischen Gehalt reduziert werden. Gleichzeitig muss die ästhetische Gestaltung von Aufführungen die Heterogenität des Publikums berücksichtigen. Ich schlage eine Ästhetik des Zugangs vor, welche die körperlichen, hierarchischen und kulturellen Unterschiede von Gehörlosen und Hörenden nicht nur berücksichtigt, sondern auch ästhetisch nutzt.

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